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| Winterliche Vogelzählung. Foto: Anette Wolff/NABU |
Zum Jahresbeginn wird üblicherweise Inventur gemacht. Gezählt werden aber nicht nur die Artikel in den Geschäften, sondern auch die Vögel draußen in der Natur: Vom 3. bis 6. Januar findet zum vierten Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt. NABU und Naturschutzjugend (NAJU) rufen dazu auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Gezählt werden soll ausschließlich im Siedlungsbereich, also nicht im Wald oder im freien Feld. Im Vorjahr beteiligten sich trotz des schmuddeligen Wetters mehr als 90.000 Vogelfreunde an der „Stunde der Wintervögel“.
Eine besondere Qualifikation außer Interesse an der Vogelwelt ist für die Teilnahme nicht nötig. Unter den Teilnehmern werden ein Leica-Fernglas sowie zahlreiche Bücher und andere Sachpreise verlost. Die Auswertung der Meldungen soll im Internet live zu verfolgen sein.
Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Sperlinge. Aber wo genau kommen Sie vor, wo sind sie häufig und wo selten geworden und wie wirkt sich der Klimawandel auf die Wintervögel aus? „Je genauer wir über solche Fragen Bescheid wissen, desto besser können wir uns für den Schutz der Vögel einsetzen“, betont der niedersächsische NABU-Landesvorsitzende Dr. Holger Buschmann.
Geht es bei der Schwesteraktion „Stunde der Gartenvögel“ im Mai um die in Deutschland brütenden Arten, stehen im Januar jene Piepmätze im Blickpunkt, die auch bei Schnee und Kälte bei uns ausharren. Neben den sogenannten Standvögeln, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, lassen sich zusätzlich Gastvögel beobachten, die im Winter aus noch kälteren Regionen im Norden und Osten nach Mitteleuropa ziehen. Bei Nahrungsengpässen tauchen in manchen Wintern in großer Zahl auch Invasionsvögel wie zum Beispiel der farbenfrohe Seidenschwanz auf. An der dritten bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ 2013 haben sich in Niedersachsen über 9.500 Vogelfreunde beteiligt. Je größer die Teilnehmerzahl ist, desto wertvoller werden die Ergebnisse. Im vergangenen Jahr meldeten die Teilnehmer rund 294.000 Vögel in Gärten und Parks unseres Bundeslandes. Häufigste Art war dabei die Kohlmeise, gefolgt von Haussperling sowie Blaumeise, Feldsperling und Amsel auf den Plätzen drei bis fünf.
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| Der Grünspecht, Vogel des Jahres 2014. Foto: P. Kühn/NABU |
Besondere Aufmerksamkeit verdient bei der NABU-Mitmachaktion der Grünspecht, Vogel des Jahres 2014. „Zwar ist dieser längst nicht so häufig wie der Buntspecht, aber auch der Grünspecht lässt sich zunehmend in Gärten und Parks blicken“, erläutert der NABU-Landesvorsitzende.
Unter dem Motto „Schnabelschmaus für Wintervögel“ ruft die NAJU Niedersachsen alle Kinder dazu auf, eine Futterstelle für Vögel zu bauen und zu beobachten, welche Piepmätze zum Naschen vorbei kommen. Die NAJU freut sich bis zum 30. Januar 2014 über Fotos von der selbst gebauten Piepmatz-Bar und belohnt die schönsten Futterstellen mit tollen Preisen. Eine kindgerechte Vogel-Zählkarte sowie Tipps und Tricks zum Bau einer Futterstelle können auf
www.NAJU.de kostenlos herunter geladen werden.
Die Fotos sollten bis zum 30. Januar per E-Mail an
Meike.Lechler@NAJU.de oder per Post an NAJU, Charitéstr. 3, 10117 Berlin geschickt werden.
Und so funktioniert die „Stunde der Wintervögel“: Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann. Zur Unterstützung stehen online eine Zählhilfe, Mitmachflyer, Porträts der häufigsten Arten sowie Tipps zur sinnvollen Winterfütterung und zum vogelfreundlichen Garten zur Verfügung.
Die Beobachtungen können wahlweise über das Widget in der rechten Spalte dieses Blogs, unter
niedersachsen.nabu.de/aktionen/sdw/ oder auch unter
www.stunderderwintervoegel.de sowie per Post gemeldetwerden. Teilnahmeschluss für alle Einsendungen ist der 14. Januar 2014. Zudem ist am 4. und 5. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.