Mittwoch, 18. Dezember 2013

Supermärkte reagieren auf Vegan-Trend

Heute Abend freudig fotografiert: Drei Sorten Vegan-Käse im
Edeka-Markt bei uns in der Nähe.
Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Ich habe heute doch tatsächlich veganen Käse in der Kühltheke eines mittelgroßen Edeka-Marktes (kein großes E-Center!) bei uns in der Nähe entdeckt. Und zwar nicht irgendeinen, sondern den geschmacklich besten: Wilmersburger, und den sogar gleich in drei verschiedenen Sorten. Den bekam man bislang nur in Vegan-Märkten oder den Filialen der großen Biomarkt-Ketten in den Großstädten, aber nicht hier bei uns auf dem Land. Und ich schwöre: Bei meinem letzten Einkauf dort vor einigen Wochen war der Käse noch nicht dort. Es ist so auffällig gleich in Eingangsnähe im Kühlregal in der Obst- und Gemüseabteilung platziert, sodass er einfach nicht zu übersehen war.
Auch wenn ich kaum derartige Ersatzprodukte kaufe – man kann Käse gut auch durch andere Komponenten ersetzen und muss nicht unbedingt ein pflanzliches Produkt kaufen, das echtem Käse nachempfunden ist –, freue ich mich über jedes vegane Produkt, das in das normale Supermarkt-Sortiment aufgenommen wird. Um diese Freude zum Ausdruck zu bringen, habe ich gleich eine Packung gekauft und anschließend dem Markt eine E-Mail geschrieben und ihn gelobt. Das Lob habe ich mit der Hoffnung verbunden, dass noch viele weitere vegane Produkte ins Sortiment aufgenommen werden.
Besonders gefällt mir, dass der Käse nicht beim normalen Käse im Kühlregal platziert ist (wo wir Veganer ihn gar nicht entdecken würden, weil wir dort gar nicht gucken), sondern beim Obst und Gemüse.
Offenbar hat man bei Edeka jetzt gemerkt, das vegan ein Riesen-Trend ist und dass sich dieser Trend nicht nur auf die Großstädte beschränkt. Im November hat sogar das "Manager-Magazin" diesem Trend einen langen Artikel gewidmet, und keine anderen Kochbücher finden zurzeit so reißenden Absatz wie die der Vegan-Köche Attila Hildmann und Björn Moschinski.
Übrigens: Je mehr Menschen sich von diesem Trend mitreißen lassen, umso weniger Gänse werden zu Weihnachten getötet und gegessen, sodass die Hoffnung besteht, dass Weihnachten irgendwann tatsächlich einmal ein friedliches, liebevolles Fest ohne Blutvergießen wird.

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