Samstag, 13. Juli 2013

Katzenkinder TV

Buntes Fellknäuel: Die Katzenmutter und ihre fünf Kinder.
Bei uns im Innenhof läuft zurzeit den ganzen Tag Katzenkinder TV. Stundenlang könnte ich unserer Katze und ihren fünf Kindern zugucken. Hier ein kleiner "Sendungsmitschnitt" von heute Nachmittag:



Bei YouTube ist das Video in einer höheren Auslösung zu sehen.

Freitag, 12. Juli 2013

Beeren-Bananen-Marmelade

Ein knappes Kilo Stachelbeeren und Jostabeeren habe ich heute bei uns im Garten geerntet.
Heute habe ich unsere zwei kleinen Stachelbeersträucher und den etwas größeren Jostabeerenstrauch (Jostabeeren sind eine Kreuzung aus Stachelbeere und Schwarzer Johannisbeere) beerntet. Die Ernte ist allerdings recht bescheiden ausgefallen – lediglich ein knappes Kilo an reifen Beeren bekam ich zusammen. Zwar hängen noch viele grüne Beeren an den Sträuchern, aber ich bin mir nicht sicher, ob und wann die reif werden.

Zu den Beeren und den Bananenscheiben habe ich ein halbes
Kilo Gelierzucker gegeben und das Ganze dann aufgekocht.
Da sowohl die Stachel- als auch die Jostabeeren ziemlich säuerlich schmecken, habe ich, um den Geschmack etwas abzumildern, zwei in Scheiben geschnittene Bananen mit in den Kochtopf gegeben. Darauf kam dann ein Pfund Gelierzucker 2:1. Dass ich etwas mehr als ein Kilo Früchte für das Rezept genommen habe, machte überhaupt nicht, da Stachelbeeren sehr gut gelieren.
Die Früchte und den Zucker habe ich unter Rühren etwa eine Minute aufgekocht und sie anschließend mit dem elektrischen Pürierstab etwas zerkleinert. Mit Hilfe eines speziellen Marmeladen-Einfülltrichters habe ich dann die Marmelade in mit heißem Wasser ausgewaschene Schraubdeckelgläser gefüllt. Immerhin vier Gläser und einen kleinen Napf voll Marmelade fürs Frühstück morgen habe ich gefüllt bekommen. Nach dem Befüllen habe ich die Gläser für fünf Minuten auf den Deckel gestellt und sie dann wieder umgedreht. Nach einiger Zeit haben dann die Deckel "Plopp" gemacht – ein gutes Zeichen! das Einkochen hat also geklappt.

Keine große Ausbeute, aber immerhin ein paar Gläser Marmelade für den Winter.

Donnerstag, 11. Juli 2013

Entdeckertour

Versteckt im Wald wie die meisten anderen Kulturdenkmäler, die im Rahmen der Entdeckertour aufgesucht werden, liegt auch die ehemalige Lehmgrube, aus der einst der Rohstoff für die Ziegel des Klosters Isenhagen gewonnen wurde.
Mein Ausflugstipp zum Wochenende: Außer dem Kloster Isenhagen, der Kirche St. Pankratius in Hankensbüttel, der Kapelle in Bokel und der Dammburg bei Wentorf gibt es noch viele weitere interessante, aber größtenteils versteckt gelegene Kulturdenkmäler im Raum Hankensbüttel. Auf einer Entdeckertour werden sie am Sonnabend, 13. Juli, erkundet. Die vom Autor des zur Entdeckertour im Calluna-Verlag erschienenen Exkursionsführers, Dr. Henning Tribian, geführte Radtour, die spannend wie eine Schatzsuche zu werden verspricht, beginnt um 13 Uhr in Hankensbüttel. Treffpunkt ist der Brunnen an der Hindenburgstraße vor der Kirche St. Pankratius. Die Tour ist rund 40 Kilometer lang. Unterwegs wird im Heidecafé Bokel eine Kaffeepause eingelegt. Gegen 18:30 Uhr wird die Radlergruppe wieder in Hankensbüttel eintreffen. Die Teilnahme an der Entdeckertour kostet vier Euro pro Person (Kaffee und Kuchen sind nicht im Preis enthalten).

Mittwoch, 10. Juli 2013

Was blüht denn da?


Eine Besonderheit dieser hübsch blühenden Pflanze – heute Abend fotografiert in der Feldmark von Langwedel in der Ge- meinde Dedelstorf –  sind die auffälligen gelben Staubbeutel.
Keine andere Pflanze blüht bei uns in der Gegend zurzeit so zahlreich wie diese. Sie stammt ursprünglich aus Südamerika, wurde aber schon vor fast 500 Jahren nach Europa importiert – zunächst als reine Zierpflanze. Man schätzte sie wegen ihrer schönen Blüte und des üppigen Laubes. Erst viel später verlagerte sich das Interesse auf die unterirdisch wachsenden gelbfleischigen Fruchtkörper. Heute zählen diese zu den weltweit wichtigsten Grundnahrungsmitteln.
Richtig geraten: Es handelt sich um die Kartoffelpflanze. Die auf den sandigen Heideböden unserer Region kultivierten Exemplare werden unter der Bezeichnung Heidekartoffeln vermarktet. Ein großer Teil der Kartoffelernte wird industriell weiterverarbeitet: zu Kartoffelchips, Kartoffelflocken und zu Kartoffelstärke.

Dienstag, 9. Juli 2013

Die Linden blühen

Man mag kaum glauben, dass so kleine Blüten einen so intensiven Duft verströmen können.
"Wie lieblich ist der Lindenduft!" Wie einst der Dichter Friedrich Rückert (1788 - 1866) könnte auch ich ins Schwärmen geraten. Von den blühenden Linden bei uns an der Straße geht so ein betörender Duft aus, das man fast glauben mag, das ganze Dorf sei parfümiert worden. In diesem Sommer strömt der intensive, süße Duft erstmals von zwei Seiten auf uns ein, denn zum ersten Mal blühen nicht nur die großen Linden an der Dorfstraße, sondern auch die kleine Linde bei uns auf dem Hof. Diese ist ein Ableger des Straßenbaums direkt gegenüber unserer Hofeinfahrt. Wir haben sie vor ein paar Jahren in der Hoffnung gepflanzt, irgendwann einmal unter ihrem Blätterdach im Schatten sitzen und Kaffee trinken zu können.
Die Linde gegenüber unserer Hofeinfahrt.
Wenn sie blühen und uns mit einer kostenlosen Aromatherapie beglücken, sind sie zweifellos am schönsten, aber Linden sind auch, wenn sie keinen Duft versprühen, ausgesprochen hübsche Bäume – und sie können sehr alt werden. Bei uns in der Nähe stehen gleich zwei uralte Linden, eine vor der Dorfgaststätte in Metzingen bei Eldingen und eine vor dem Kloster Isenhagen in Hankensbüttel. Beiden wird nachgesagt, sie seien schon tausend Jahre alt, aber das ist, wie ein Gehölzkundler herausgefunden hat, wohl doch etwas übertrieben. Realistisch dürfte wohl eher ein Alter von 400 bis 500 Jahren sein.
Kein anderer heimischer Baum, auch die "typisch deutsche" Eiche nicht, spielt im deutschen Volksgut eine so große Rolle wie die Linde. Bei den Germanen galt die Linde als heiliger Baum. Unter den Linden wurde getanzt und gefeiert, und es wurden die Gerichtsversammlungen abgehalten.
Linden sind wunderbare Schattenspender und während der Blüte eine beliebte Bienenweide. Ich finde, es gibt kaum einen Honig, der ein feineres Aroma hat als Lindenblütenhonig.

Die riesige, uralte Linde in Metzingen.


Montag, 8. Juli 2013

Oldtimer im Arbeitseinsatz

Kein Bild aus alter Zeit, sondern eine aktuelle Aufnahme von heute Nachmittag: Die Autorin mit ihrem Oldtimer-Trecker und dem neuen Oldtimer-Wiesenmäher auf der Pferdeweide.
Normalerweise interessiere ich mich nicht Fahrzeuge, Motoren und Maschinen. Aber ich liebe unseren kleinen, roten Trecker. Obwohl er schon 60 Jahre alt ist – er wurde 1953 im IHC-Werk in Neuss am Rhein gebaut –, springt er stets sofort an und verrichtet klaglos seine Arbeit. Seine 20 PS sind für unsere Zwecke völlig ausreichend. Er ist kompakt, leicht zu lenken, hat einen sehr ruhig laufenden Motor, und die Technik ist so einfach, dass auch wir Frauen sie halbwegs verstehen (Info für Trecker-Fans: Es handelt sich um einen IHC Farmall DED 3, wobei IHC für International Harvester Company und DED 3 für Deutscher Einheitsdiesel mit drei Zylindern steht). Der Amerikaner made in Germany ist ein gutmütiges Arbeitstier, das vor allem bei der Pflege unserer Pferdeweiden zum Einsatz kommt.
Glück gehabt: Der antike Grasmäher hätte keinen Zentimeter
breiter sein dürfen, sonst hätte er nicht auf die Ladefläche unseres
Pickup-Trucks gepasst.
Schon seit Jahren suchen wir einen passenden Mähbalken für unseren Trecker. Die Halte- und Antriebsvorrichtung für dieses Anbauteil ist vorhanden, aber das Messer fehlt. Um funktionstüchtiges und bezahlbares Exemplar davon ausfzutreiben, muss man schon viel Glück haben. Wir hatten es bislang nicht. Das macht aber gar nichts, denn seit Sonntag sind wir stolze Besitzer eines Deering-Grasmähers. Ein Bauer aus einem Dorf bei uns in der Nähe hatte ihn als inseriert – sogar inklusive eines Ersatzmessers. Wir haben sofort bei ihm angerufen und den Kauf klar gemacht. Der Bauer hat den Oldtimer auf die Ladefläche unseres Pickup-Trucks gehievt. Zuhause haben wir dann zwei Bohlen an die Ladefläche angelegt, und den Grasmäher an unseren Trecker gehängt und ihn vom Wagen gezogen. Heute Nachmittag habe ich ihn ausprobiert und das überständige, verkrautete Gras gemäht. Das funktionierte prima.
Werbeanzeige für den Deering-Grasmäher.
Quelle: Stadtarchiv Löbau
Der Grasmäher, der seit den 1960er Jahren unbenutzt, aber trocken in der Scheune des Verkäufers stand, ist aus dem gleichen Stall wie unserer Trecker, nur noch viel älter. Deering Harvester hieß die Firma bis 1902, dann fusionierte das Familienunternehmen von James Deering mit der McCormick Company zur International Harvester Company, dem größten amerikanischen Landmaschinenkonzern. Heute firmiert das Unternehmen unter dem Namen Case IH und baut große, moderne Traktoren, die so viel Kosten wie eine Villa in bester Stadtlage.
Das genaue Baujahr des Grasmähers ist nicht bekannt, aber wahrscheinlich wurde er Ende der 1920er Jahre gebaut. Damals kam nämlich dieses Modell auf den Markt, das mit einem im Ölbad laufenden Getriebe ausgestattet ist, das die Bewegung der Räder auf das Mähwerk überträgt. Je schneller man fährt, um so schneller bewegt sich auch das Messer. Ursprünglich wurde unser Grasmäher von Pferden gezogen (deshalb auch der Sitz). Erst in der Nachkriegszeit bekam er eine für Trecker passende Zugöse angeschweißt.
Es ist ein schönes Gefühl, mit einem 60 Jahre alten Trecker und einem etwa rund 90 Jahre alten Grasmäher zu arbeiten, und ich freue mich, dass so alte Gerätschaften auch heute noch genauso gut funktionieren wie am ersten Tag.

Sonntag, 7. Juli 2013

Mit Schminkzeug in den Garten

Manchmal lohnt es sich, der Natur etwas auf die Sprünge zu helfen. Zum Beispiel bei den Tomaten. Jede Blüte einzeln mit dem Pinsel zu bestäuben, ist zwar etwas mühsam, aber der Enteertrag lässt sich auf diese Weise deutlich steigern. Außerdem empfiehlt sich die Pinselbestäubung, wenn man mehrere Sorten Tomaten hat und fürs nächste Jahr sortenreines Saatgut gewinnen will.
Keinesfalls sollte man allerdings mit einem Malerpinsel aus dem Baumarkt auf die Tomatenpflanzen losgehen. Damit die Blütenpollen daran haften, muss es ein besonders feiner, weicher Pinsel sein. In einem Frauenhaushalt wie dem unsrigen ist es naheliegend, den geeigneten Pinsel im Schminktäschen zu suchen. Wir haben mit einem kleinen Lidschattenpinsel gute Erfahrungen gemacht.
Übrigens helfen auch professionelle Tomatenanbauer der Natur etwas auf die Sprünge. Das müssen sie auch, denn in den Gewächshäusern gibt es keine Windbestäubung. Mit dem Pinsel die Pollen von Blüte zu Blüte zu tragen, wäre allerdings bei Tausenden von Tomatenpflanzen doch etwas zu aufwändig und vor allem zu teuer. Deshalb werden billige Arbeitskräfte angeheuert: Ganze Hummelvölker werden in den Gewächshäusern einquartiert. Die geflügelten Arbeiterinnen schwirren zwischen den Tomatenpflanzen umher und sorgen für eine gute Ernte.
 
Ein kleiner, weicher Lidschattenpinsel ist perfekt, um die Tomatenblüten zu bestäuben.