 |
Kleine Pause auf einer Brücke. Der Himmel sah zwar bedrohlich düster aus, aber immerhin war es warm und trocken. |
Zwar waren die Wiesen noch mehr grau als grün und der Himmel mehr grau
als blau, aber immerhin war es heute erstmals richtig schön warm, so
warm, dass wir vor unserer obligatorische Sonntagstour mit den Hunden
noch eine Radtour machen – die erste dieses Frühlings. Da Marion in
diesem Jahr überhaupt noch nicht mit dem Fahrrad gefahren ist (ich fahre
ja mehrmals in der Woche mit dem Rad zum Einkaufen), ließen wir es
gemütlich angehen. Eine 25-Kilometer-Runde musste für den Anfang
reichen. Auf einer Brücke über einen kleinen Fluss machten wir eine
kleine Pause. Zeitgleich mit uns trafen auf der Brücke zwei andere
Radfahrerinnen ein, die aus der Gegenrichtung kamen. Zu viert lehnten
wir am Brückengeländer, blickten auf das dunkle, träge fließende Wasser
und kamen sogleich ins Gespräch. Auch für die anderen beiden Frauen war
es die erste Radtour dieses Jahres. Sie wirkten genauso glücklich und
fröhlich wie wir. Und wir waren uns einig: Ein bisschen trist ist es ja
draußen noch, aber in spätestens zwei Wochen wird das Grün das Grau
verdrängt haben. Auch wenn der Frühling in diesem Jahr etwas spät dran
ist und diesmal wie in Schweden erst Anfang Mai so richtig in Gang
kommen dürfte, wird die Natur die verlorene Zeit im Rekordtempo wieder
aufholen. Und wenn dann zeitgleich Forsythien und Flieder blühen, werden
wir mit einem wahren Farbenrausch für den langen Winter entschädigt.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen