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Nein, die Tomaten sind nicht zu klein geraten. Es handelt sich um Cocktailtomaten, die wir lieber mögen, weil sie aroma-
tischer sind als die großen.
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Das Phänomen, dass sich die Tomaten in diesem Jahr mit dem Rotwerden besonders lange Zeit lassen, scheint nicht nur unser Problem zu sein. Wir haben jetzt von mehreren Hobbygärtnern – auch solchen, die ihre Pflanzen in wunderbarer geschützter Südlage ziehen – gehört, dass alle Tomaten noch grün sind, obwohl die Erntezeit selbst in unserem Klima längst hätte beginnen müssen. Wir führen es auf die kalten Nachttemperaturen im Juni zurück. Zu dieser Zeit standen die Tomatenpflänzchen schon draußen, aber fühlten sich sichtlich unwohl und sind mit Wachstumsverzögerung in den Sommer gestartet.
Jetzt scheint doch noch alles gut zu werden. Die erste rote Tomate landete jedoch nicht auf dem Teller zum sofortigen Verzehr, sondern in der Küche, wo wir das Fruchtfleisch mit den Samen herauskratzten. Dies wird die Grundlage für den Tomatennachwuchs im nächsten Jahr sein. Die Unaussprechliche (die eigentlich Vesennij Micheurinski heißt) überzeugt in Blattgesundheit und Fruchtansatz, auch die Schwarze Kirsche und Onkel Gustav werden in die Pflanzliste fürs nächste Jahr aufgenommen. Im Freilandtest durchgefallen ist Old German. Diese von deutschen Auswanderern in den USA kultivierte Fleischtomate hat es (nicht nur bei uns) vorgezogen, nicht einmal richtig zu blühen. Vielleicht ist es ihr hier einfach zu kalt.

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