Der Nummerbaum bevorzugt vollsonnige Standorte auf kargen Sandböden. Er gilt als absolut anspruchslos, braucht so gut wie kein Wasser, wächst aber auch extrem langsam. Aus forstwirtschaftlicher Sicht ist er mit seinem verschwindend geringen Stammzuwachs uninteressant. Er zählt zu den wenigen Baumarten, die keine Photosynthese betreiben und daher unter Klimaschutzaspekten wertlos sind. Seine Krone spendet weder Schatten noch ist sie eine ästhetische Bereicherung des Ortsbildes. Somit gibt es eigentlich keinen Grund, ihn in ein Artenschutzprogramm aufzunehmen. Wären da nicht einige engagierte Mitglieder der Postgewerkschaft, die sich vehement für seinen Bestandschutz einsetzen, weil ihnen der Nummernbaum angeblich Orientierungshilfe im Arbeitsalltag gibt, wäre er wahrscheinlich längst aus unserer Kulturlandschaft verschwunden und wäre allenfalls noch als ein eindrucksvolles Beispiel für zeitgenössische Objektkunst im Museum zu bewundern.
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| Dieser Nummernbaum, entdeckt in Glüsingen bei Wittingen, ist zwar etwas schief gewachsen, wirkt aber ansonsten recht vital. |

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