Samstag, 10. Januar 2015

Keine Angst vor Mäusen!

Mäuse sind wunderschöne Tiere. Aber da sie sich leider stark vermehren und dann ziemlich viel Dreck machen, müssen wir ihnen leider in jedem Winter erneut Hausverbot erteilen und dieses mit Zwangsmaßnahmen durchsetzen.
Wer Angst vor Mäusen hat, sollte nicht in ein altes Fachwerkhaus ziehen. Denn in so einem Haus gibt es, zumindest wenn es nicht totsaniert, sondern weitgehend im Originalzustand erhalten ist, unzählige Schlupflöcher, durch die Mäuse ins Innere gelangen können. Auch wir bekommen in jedem Winter Besuch von den kleinen Nagern. Wir hätten grundsätzlich auch gar nichts dagegen, denn wir lieben diese wunderschönen Tiere und beobachten sie gerne dabei, wie sie sich zum Beispiel einen Rest Brot stibitzen und diesen blitzschnell in ihr Versteck schleppen. Aber leider neigen Mäuse mit gutem Nahrungsangebot dazu, sich geradezu explosionsartig zu vermehren. Außerdem lassen sie, überall, wo sie gehen und stehen, winzige Mäuseköttel fallen, die noch kleiner sind als die Schwarzkümmelkörner auf dem Fladenbrot. Daher bleibt uns gar nichts Anderes übrig, als den Mäusen Hausverbot zu erteilen. Leider halten sich sich generell nicht an Verbote, und so müssen wir zu Zwangsmaßnahmen greifen. Wir stellen Lebendfallen auf und bestücken diese mit Keksen und anderen kleinen Leckereien. Auf Anhieb gelingt es allerdings nur, die noch unerfahrenen Jungmäuse zu fangen. Die älteren Mäuse plündern die Falle, ohne dass diese zuschnappt. Wie es ihnen gelingt, den empfindlichen Mechanismus auszutricksen, ist uns ein Rätsel. Aber wir nehmen die Herausforderung an und versuchen, die "Profis" unsererseits zu überlisten, indem wir die Köder direkt mit dem Auslösemechanismus der Falle verbinden.
Die gefangenen Mäuse setzen wir möglichst weit weg von Haus wieder aus, vorzugsweise am Brennholzschuppen, wo sie neuen Unterschlupf finden können. Damit sie dort nicht hungern müssen, haben wir ihnen dort ein kleines Proviantdepot angelegt.

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