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Obwohl es 24 Zoll große Räder hat, nimmt das Faltrad im Zug nicht viel Platz weg. Auf längeren Strecken verstaue ich es in einer passgenauen Packtasche. |
Einen
Nachteil hat das Landleben in unserer dünn besiedelten Region: Wenn man es, wie ich, aus ökologischen
Gründen vorzieht, so oft wie möglich mit der Bahn zu fahren, muss man
leider in Kauf nehmen, dass die nächste Bahnstation nicht vor der
Haustür liegt, sondern so weit weg, dass es zu lange dauern würde,
dorthin zu Fuß zu gehen. In meinem Fall müsste ich, obwohl ich es
gewohnt bin, ziemlich zügig längere Strecken zurückzulegen, einen fast
zweistündigen Fußmarsch einplanen – für eine Strecke wohlgemerkt.
Deshalb habe ich vor rund einem Jahr in meine Mobilität investiert und mir ein hochwertiges Faltrad gegönnt, das mit seinen 24 Zoll großen Reifen durchaus auch für längere Radtouren
geeignet ist. Damit bin ich recht fix unterwegs. Heute brauchte ich zur
nächstgelegenen, neun Kilometer entfernten Bahnstation in Wahrenholz nur knapp 20
Minuten. Mit dem Bus wäre ich nicht so schnell gewesen, zumal nach Schulschluss kaum noch Busse fahren. Das Zusammenfalten des Rades am Bahnhof dauert gerade einmal dreißig
Sekunden, und dann geht es mit dem Zug weiter...
Das Faltrad
hat den Vorteil, dass es in der Bahn als Handgepäck gilt, sodass dafür
keine Fahrradkarte gelöst werden muss. In Großstädten wie Hamburg sind Falträder inzwischen weit verbreitet, werden besonders von Berufspendlern gerne genutzt, weil für sie das Fahrradmitnahmeverbot während der morgendlichen und abendlichen Stoßzeiten nicht gilt. Wenn ich im Großraum Hamburg unterwegs bin, sehe ich dauernd Leute mit Falträdern in die Züge einsteigen. Dort ist diese moderne Form der Mobilität, die verschiedene Verkehrsmittel kombiniert, längst etabliert. Hier auf dem Land bin ich in dieser Hinsicht noch Exotin und errege mit meinem Faltrad nach wie vor Aufmerksamkeit. Das wird sich aber hoffentlich bald
ändern, wenn mehr Menschen auch hier in der Automobil-Region die Vorzüge der
Kombination
Bahn & Faltrad entdecken.
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