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| Freie Sicht in den Innenhof, aber wie lange noch? |
Wie komme ich gerade jetzt auf diese Geschichte? Nun, als ich heute Morgen in unserer kleinen Frühstücksküche aus dem Fenster zum Hof in den blauen Himmel blickte, kam ich zu der Erkenntnis, dass es durchaus eine gute Tat wäre, bei Gelegenheit mal wieder die Fenster zu putzen. Die tief stehende Herbstsonne, deren Strahlen fast waagerecht ins Haus einfallen, ist gnadenlos, was derlei hausfrauliche Defizite betrifft. Aber das schlechte Gewissen währte nur wenige Sekunden. Vielleicht ist Fenster putzen doch keine so gute Idee, sagte ich mir, denn egal, ob ich dabei Spüli oder Spiritus verwenden würde, beides wäre doch bestimmt Gift für den Efeu, der sich schon vowitzig vors Fenster schiebt und in die Küche linst. Was wäre, wenn der Efeu vor Schreck den Halt verliert und die schöne Ranke dann direkt vor dem Fenster schlapp nach unten hängt! Nein, diesen Anblick will ich mir ersparen. Vielleicht sollte ich das Ganze lieber als wissenschaftliche Versuchsanordnung betrachten?! Das Experiment würde sich über einen Zeitraum von ein bis drei Jahren erstrecken. Dann aber hätte ich ein greifbares Ergebnis und eine Antwort auf die Frage, welcher Fall eher eintritt: Dass ich nicht mehr aus dem Fenster gucken kann, weil es zu dreckig ist, oder dass ich nicht mehr aus dem Fenster gucken kann, weil es zugewachsen ist.

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