Mittwoch, 24. Juli 2013

Drei-Minuten-Regen

Eine der wenigen Pflanzen, denen die Trockenheit
offenbar nicht schadet, ist unser Olivenbäumchen,
das jetzt sogar zu blühen begonnen hat.
"Ich hoffe, Sie genießen die angenehmen Sommertage", schrieb mir gestern eine lieber Kollege aus der Nähe von Frankfurt am Main. "Nein", antwortete ich, "wenn man auf dem Land lebt, empfindet man solche Sommertage nicht unbedingt als angenehm, zumal es seit dreieinhalb Wochen nicht mehr geregnet hat,."
Obwohl wir jeden Abend fleißig bewässern, werden wir am Ende dieses Sommer wahrscheinlich einige ernsthafte Trockenschäden zu verzeichnen haben. Sogar die Apfelbäume und Hortensienbüsche bekommen schon gelbe Blätter – als hätte der Herbst bereits begonnen.
Um Punkt 21:19 Uhr kam dann endlich der ersehnte Regen. Ich war gerade noch bei den Pferden. Vor Freude jauchzend lief ich den Hang hinunter zum Haus. Aber kaum hatte ich mich ins Trockene geflüchtet, war der Regen schon wieder vorbei. Ich guckte auf die Uhr: Nur drei Minuten Minuten hatte er gedauert. Das kann doch wohl nicht gewesen sein? Leider dich. Der Blick auf den Niederschlagsradar bei WetterOnline nahm mir jedenfalls jede Hoffnung auf eine ergiebige Bewässerung der öden Steppe, die einst eine saftig grüne Pferdeweide war. Auf der Karte war ein dickes Regenband zu sehen, dass sich von Südwesten nach Nordosten bewegte. Allerdings hatte das Regenband eine Art Wespentaille, und zwar genau über der südlichen Lüneburger Heide. So ein Pech. Zwar werden wohl heute Nacht noch ein paar weitere Regenwolken über uns hinwegziehen, aber selbst wenn es noch ein paar Minuten regnen sollte, wird die Niederschlagsmenge insgesamt so gering sein, dass wir weiterhin mit dem Gartenschlauch abends von Busch zu Busch und von Baum zu Baum ziehen müssen, um das Schlimmste zu verhindern.

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