Samstag, 20. Juli 2013

Drei Wochen ohne Regen

Ohne Feldberegnung geht es zurzeit nicht. Hier wird gerade der an unsere Pferdeweiden angrenzende Rübenacker beregnet.
Am 29. Juni hat es bei uns zum letzten Mal richtig geregnet – das ist auf den Tag genau drei Wochen her. Die Folgen des Wassermangels sind inzwischen deutlich sichtbar: Alles, was nicht künstlich bewässert wird, droht zu vertrocknen. Unsere Pferdeweiden sind inzwischen die reinsten Steppen, sodass wir die Pferde jetzt schon mit Heu füttern müssen.
Jenseits der Ise, in der Wittinger Gegend, sind die meisten Wiesen noch schön grün. Dort ist der Boden schwerer und hält mehr das Wasser. Aber der typische Heideboden, wie wir ihn haben, taugt als Wasserspeicher überhaupt nichts.
Hätten wir nicht so magere Sandböden, würde hier auch kein Heidekraut wachsen, und unsere Region wäre um eine wesentliche Attraktion ärmer. Aber wir hätten auch nicht so unter der Trockenheit zu leiden.
Vor nächstem Freitag ist laut Wettervorhersage kein nennenswerter Niederschlag zu erwarten. Wir sind schon ganz traurig, können es gar nicht mit ansehen, wie alles vertrocknet..
Zum Glück hat sich der Bauer, dem der an unsere Weiden angrenzende Rübenacker gehört, heute Abend dazu entschlossen, die Rüben über Nach zu beregnen. Und zum Glück hat er die Wasserkanone ganz am Rand seines Ackers platziert, sodass Teile unserer Weiden etwa eine halbe Stunden lang in den Genuss eines kräftigen Regenschauers kamen. Das war zwar nur der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein, aber besser als nichts. Inzwischen hat die automatische Beregnungsanlage die Wasserkanone so weit vom Ackerrand weg bewegt, dass wir kein Wasser mehr abbekommen.
Wenn die Sommermonate weiterhin so regenarm bleiben, müssen wir wohl doch noch über einen zweiten Brunnen nachdenken. Unsere uralte Löwe-Pumpe aus Lüneburg (Modell Wasserknecht), die  bis in die 1970er Jahre hinein für die Hauswasserversorgung aus dem eigenen Brunnen zuständig war, würde es nicht schaffen, das Wasser den Hang hinauf zu den Weiden zu pumpen.

Nur ein Tropfen auf den heißen Stein: Unsere Pferdeweide, die nach drei Wochen Trockenheit aussieht wie eine Steppe,
bekam heute Abend immerhin ein bisschen Wasser von der benachbarten Feldberegnung ab.


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